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Pfeffer

Pfeffer – König der Gewürze

Pfeffer ist das beliebteste Universalgewürz und findet neben Salz die häufigste Anwendung in der täglichen Speisen Zubereitung.  Pfeffer ist in der ganzen Welt bekannt und wird vor allem in herzhaften Speisen angewendet. Der rote Pfeffer wird dank seiner mild-süßen Note gerne bei Süßspeisen angewendet.
Doch wenig Menschen in Europa kennen Pfeffer auch als universelle Heilpflanze, denn das Würzen mit Pfeffer war damals ein Privileg der Reichen, Adligen und der bürgerlichen Oberschicht. Aus dieser Zeit ist auch der Begriff „Pfeffersack“ gebräuchlich, um damit  besonders reiche Personen zu bezeichnen, die durch den Handel mit Gewürzen und vor allem „Pfeffer“ zu ihren immensen Vermögen gekommen waren. Inzwischen ist der Pfeffer eines der gebräuchlichsten Gewürze und in fast jedem Haushalt zu finden. Pfeffer wird auch in der heutigen modernen Zeit, in vielen Ländern als traditionelle Heilpflanze bei allerlei Beschwerden verwendet.
Da der Pfeffer viele gesundheitliche Vorzüge und Einsatzmöglichkeiten aufweist wurde er in früheren Jahren, bevor er nach Europa kam, besonders in Indien und China als traditionelle Medizin bei vielfältigen Beschwerden angewendet. Der schwarze Pfeffer nimmt dabei eine besondere Stellung in der Anwendung ein. Seine Körner werden gemahlen und unterschiedlichsten Kräutern beigemangt und in Form von Tabletten oder Pasten angewendet. Beliebt ist auch ein Tee aus schwarzem Pfeffer bei Verdauungsproblemen zu trinken.  
 
Es gibt echten Pfeffer und es gibt pfefferartige Gewürze  
 
Echten Pfeffer gibt es in schwarz, grün, rot und weiß. Alle gehören dem „Echten Pfeffer dem „Piper nigrum“ Es handelt sich also nicht um unterschiedliche Pflanzen, sondern um unterschiedliche Reifestadien der Früchte und um unterschiedliche Verarbeitungsmethoden. Daher warten diese Sorten auch mit unterschiedlichen Geschmacksvarianten auf.
Der mildeste Pfeffer ist der grüne Pfeffer, und der schärfste ist der weiße Pfeffer. Unreife Früchte sind grün und reife Früchte sind rot. Schwarzer oder weißer Pfeffer entsteht durch entsprechende Verarbeitungsschritte der Körner.
 
Es existieren viele Gewürze die in ihrer Bezeichnung den Namen „Pfeffer“ tragen. Einige davon haben mehr, andere weniger mit dem echten Pfeffer aus der Familie der Pfeffergewächse (Piperaceae) zu tun.
 
Folgende pfefferartige Gewürze gibt es zu kaufen:
 
Langer Pfeffer: (Piper longum), auch Langpfeffer oder Stangenpfeffer genannt, ist die Urform des echten Pfeffers und gehören derselben Familie aber nicht derselben Pflanzenart an. Zur Verwendung in der Küche wird er im Mörser zerstoßen oder als Ganzes mitgekocht und vor dem Servieren entfernt. Langer Pfeffer schmeckt sehr aromatisch und leicht süß.
Rosa Pfeffer: Die rosa Beeren befinden sich oft aus optischen Gründen in Pfeffermischungen und könnten leicht mit dem roten Pfeffer verwechselt werden. Sie stammen jedoch vom brasilianischen und vom peruanischen Pfefferbaum. Rosa Pfeffer schmeckt mild, süßlich und fruchtig. In Spanien ziert dieser „Pfefferbaum“ viele Gärten und Parks und man kann sich auch umsonst an dessen Früchten erfreuen. Ich liebe den wunderbaren Duft wenn ich sie frisch gepflückt leicht mörsere den sie verstömen.
Tasmanischer Bergpfeffer: Er stammt (Tasmannia lanceolata) von der Insel Tasmanien und ähnelt geschmacklich dem echten Pfeffer Tasmanischer Bergpfeffer schmeckt süßlich und gilt als besonders edel, da seine Erntemenge begrenzt ist.
Szechuanpfeffer: Szechuanpfeffer (Zanthoxylum piperitum), auch Zitronenpfeffer oder Chinesischer Pfeffer genannt, stammt aus der chinesischen Provinz Szechuan und gehört zu den Rautengewächsen. Mit dem echten Pfeffer hat er nichts gemeinsam. Sein Aroma und Geschmack ist zitronig und er ist milder als schwarzer Pfeffer.  Man findet ihn in der bekannten -5 – Gewürze Mischung.
Cayennepfeffer: Dabei handelt es sich nicht um eine Pfeffersorte. Vielmehr ist er ein Pulver aus Chilis der Sorte „Cayenne“   Seine feurige Schärfe und das leichte Räucheraroma machen ihn zu einem beliebten Gewürz für scharfe und pikante Gerichte.  
Kubebenpfeffer:  damit ist der indische Pfeffer gemeint und gehört in die Familie der Pfeffergewächse (Piper cubeba), auch Indischer Pfeffer genannt, gehört zur Familie der Pfeffergewächse. Er weist einen leicht scharfen, frischen, Menthol Geschmack auf und man findet ihn in als festen Bestandteil der Gewürzmischung Ras-el-Hanout.  Wenige Köche kennen ihn.  Im Jahr 2016 wurde der „Kubebenpfeffer“ zur Heilpflanze des Jahres prämiert. Seine entzündungshemmenden, schleimlösenden und konzentrationsfördernden Wirkungen werden in der Naturheilkunde sehr geschätzt. Nur drei Körnern täglich zerkaut lösen diese heilenden Wirkungen aus, so sagt man.
Piment:  Kennen viele von uns als (Pimenta dioica) Nelkenpfeffer oder Jamaikapfeffer.  Sein Aroma das er ausströmt erinnert an Weihnachten. Er findet sich auch in weihnachtlichen Backwaren wieder. Er schmeckt leicht scharf. Oft wird er für Wildgewürz Mischungen verwendet. Ich persönlich würze gerne mit einer Prise meinen Rotkohl zum Gänsebraten oder Wildbraten.
 
Der schwarze Pfeffer ist wohl eine der schärfsten Sorten und hat einen leicht brennenden Geschmack. Am häufigsten wird er für Suppen, Saucen, Marinaden, Salaten, kurzgebratenes und gegrilltes Fleisch, Gulasch, Ragouts, Eintöpfe, Wild, Fleischfüllungen und Pastas, verwendet.
Eine gebräuchliche Regel in der Verwendung für Pfeffer besagt, weißer an helle Gerichte, schwarzer Pfeffer an dunkle Speisen. Ganze Körner kann mitkochen. Doch frisch zerstoßen oder gemahlen wird er erst am Ende der Zubereitung oder bei Tisch verwendet, um sein herrliches Aroma nicht zu zerstören. Er regt die Ausschüttung von Speichel und Magensäften an, unterstützt eine gute Verdauung. Ätherische Öle, Gerbstoffe und andere sekundäre Pflanzenstoffe im schwarzen Pfeffer sorgen außerdem dafür, dass Speisen bekömmlicher werden.
 
Pfeffer bei Beschwerden anwenden
Menstruationsbeschwerden: Regelblutungen ob zu stark, zu schwach , ausbleibend oder unregelmäßig ausbleibende Regelblutung kann manmit Pfeffer behandeln. Pfeffer bei Husten,  
Halsschmerzen,  
Nasennebenhöhlenentzündung,  
Fieber,  
Ohrenschmerzen
Pfeffer im Tee bei Arthritis,  
Schwindel,
Fieber,  
Migräne  
Verdauungsbeschwerden trinken
 
Wirkungen des Pfeffers wurden in wissenschaftlichen Studien bestätigt.  
antimikrobiell
antioxidativ
antidiabetisch
appetitanregend
entzündungshemmend
krebshemmend
krampflösend
neuroprotektiv (schützt die Nervenzellen)
schmerzstillend
verdauungsfördernd
 
Hier eine Auswahl an Anwendungen und Rezepten
 
 
Pfeffer bei Verdauungsbeschwerden
 
Pfeffer regt die Produktion von Speichel- und Magensäften an und unterstützt dadurch die Verdauung. So können die aromatischen Körner auch bei Verdauungsbeschwerden wie Blähungen , Magenschmerzen und Durchfall helfen.
Anwendung: Einen Teelöffel schwarze Pfefferkörner im Mörser zermahlen, in eine Tasse geben und mit 150 ml heissem Wasser aufgiessen. Alternativ können Sie auch noch 4 bis 5 frische Pfefferminzblätter dazugeben. So schmeckt der Tee besser und Sie profitieren zusätzlich von der schmerzlindernden Wirkung der Minze.
Pfeffer bei Erkältungen
Da der Pfeffer antibakteriell und wärmend wirkt, eignet er sich wunderbar als Hausmittel bei Erkältungen und grippalen Infekten.
Anwendung: Einen Teelöffel schwarze Pfefferkörner im Mörser zermahlen, mit ein paar Scheiben frischem Ingwer und frischer Kurkumawurzel in eine Tasse geben. Mit 150 ml heißem Wasser aufgießen. Den Tee abkühlen lassen und genießen. Den Erkältungstee mehrmals täglich trinken.
Pfeffer bei Halsschmerzen
Durch seine entzündungshemmende Wirkung ist Pfeffer ein ideales und einfach anzuwendendes Mittel bei Halsschmerzen.
Anwendung: Drei schwarze Pfefferkörner im Mund gut zerkauen, damit die Wirkstoffe austreten. Anschließend herunterschlucken und bei Bedarf mehrmals täglich wiederholen.
 
Haltbarkeit und Aufbewahrung von Pfeffer
Gewürze sollten generell trocken, luftdicht verschlossen und vor Licht geschützt aufbewahrt werden. Am besten lagert man Pfeffer in einem verschließbaren Glas. Ganze Pfefferkörner sind so mehrere Jahre haltbar. Frischen grünen Pfeffer kann in einem Gefrierbeutel eingefroren werden, und bei Bedarf entnehmen.  
Gemahlener Pfeffer ist empfindlicher, da die ätherischen Öle nicht mehr von der schützenden Schale umschlossen sind. Mit der Zeit verliert gemahlener Pfeffer Aroma.  
Eingelegter Pfeffer hält sich ungeöffnet etwa ein Jahr. Hinweis auf dem Glas beachten, bezüglich der Haltbarkeit. Geruchstest machen.
 
Tipp:
Menschen mit empfindlichen Magen könnten eventuell auf Pfeffer mit einer Magenschleimhaut Reizung reagieren.
Die gesundheitlichen Wirkungen des schwarzen Pfeffers wurden aufgrund seiner Verbreitung und seines hohen Piperin Gehaltes mit Abstand am meisten untersucht. Der schwarze Pfeffer wird daher als der gesündeste Pfeffer betrachtet.
Forscher vermuten, dass der schwarze Pfeffer in Zukunft bei entzündlichen Erkrankungen wie verschiedenen Krebsarten, Darmerkrankungen und Hautkrankheiten eingesetzt werden könnte.

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