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Jackfrucht

Exotischer Fleischersatz – die Jackfrucht

Ein neuer Fleischersatz erobert die Teller. Die größte Baumfrucht der Welt, die Jackfrucht, kann reif und unreif verzehrt werden. Als neuer Fleischersatz bereichert sie nicht nur die Ernährung von Vegetariern und Veganern.
Der „Jackfruchtbaum“ ist in Südindien beheimatet. Er gedeiht aber auch in vielen tropischen Ländern Südostasiens wie Sri Lanka, Thailand, Malaysia oder Indonesien. Inzwischen ist er auch aus Brasilien kommend, erhältlich.
Die länglichen ovalen Früchte, mit einer grün, bis gelblich gefärbten Schale, die mit reichlich Noppen besetzt ist, wachsen direkt am Baumstamm. Die Besonderheit der Frucht ist, dass man sie reif, als auch unreif essen kann. Ihre Kerne sind ebenfalls verzehrfähig. In ganz Asien und auch in Brasilien ist die „Jackfrucht“ so eine Art Grundnahrungsmittel. Geerntet wird die Jackfrucht meistens unreif, wenn sie für den Export bestimmt ist. DA sie wie alle tropischen Früchte auf ihrer Reise zu uns noch nachreift. Ähnlich dem von Bananen und Ananas. Die reife Frucht reicht ungeöffnet eher wie faule Zwiebel. Doch öffnet man sie dann, dann zeigt sie ihre ganze Vielfalt an exotischen Aromen. Da findet man eine cremige Konsistenz vor die nach Banane, Ananas und Mango, mit einem Hauch Vanillearoma, gleichzeitig erinnert. Da sie allerdings keine großartige Süße entwickelt, eignet sie sich für vielerlei Zubereitungsarten. Die Kerne erinnern im Geschmack an Maronen. In Indien mahlt man die Kerne zu Mehl. Unreifes Obst ist in der Regel kein Genuss. Bei der Jackfrucht verhält sich das völlig anders. Das Fruchtfleisch noch weiß und faserig. Daher hat es die Eigenschaft, alle Gewürze gut auf zu nehmen. Wer nicht weiß, dass er diese Frucht anstelle von Fleisch auf dem Teller hat, der denkt, er isst Hühnchen. Wer die Frucht nicht komplett verzehren kann oder möchte, der entnimmt ihr nur soviel wie benötigt und lagert sie dann in Frischhaltefolie verpackt im Kühlschrank. Die Frage nach dem Nährwert hinsichtlich des Fleischersatzes, kann damit beantwortet werden, dass diese Frucht eine Frucht ist und somit keinen Vergleich zum Nährwert bei Fleisch standhalten kann.
Jackfrüchte verfügen über die üblichen Nährstoffe wie Kalium, und Magnesium. In Bereich Vitamine, vor allem dem Vitamin C können sie es mit unseren heimischen Früchten nicht aufnehmen. Doch punkten sie mit einem recht hohen Ballaststoff- und Eiweißgehalt. Sie besitzt kaum Fett. Als kalorienarme Lebensmittel während einer Diät oder einer Ernährungsumstellung durchaus empfehlenswert.
Allerdings kommt dann nur die frische Frucht in Frage. Fertig Produkte oder gar Konserven sind nicht geeignet. Der Zuckergehalt ist groß, da die Frucht eingezuckert wird, um sie zu konservieren. Die reife Frucht enthält schon von Natur aus mehr Zucker.

Wo kann ich die Jackfrucht kaufen ?
Wahrscheinlich nicht in einem herkömmlichen Supermarkt. Möglicherweise in Asia Läden, und dort in einem Kühlregal als unreife Frucht. Häufiger werden dort auch verarbeitete Fruchtstücke angeboten. Bereits vor gefertigt zum schnellen Verzehr und Zubereitung. Da die Jackfrucht bei uns in Europa noch nicht so weit verbreitet angeboten wird, kann sie schnell mit der Durian verwechselt. Doch die Ähnlichkeit besteht lediglich in ihrem Äußeren. Im Gegensatz zur Stinkfrucht kommt es höchstens bei sehr reifen Jackfrüchten vor, dass die Schale etwas unangenehm riecht.

Die Ökobilanz der Frucht
Sucht man Informationen zur Jackfrucht als Fleischersatz, wird man auch der frage nach der Ökobilanz nicht ausweichen können. Es stellt sich die Frage nach der Sinnhaftigkeit, sie als Fleischalternative zu bewerben. Richtig ist, dass sie in den Tropen wächst und dort verarbeitet und für den Versand nach Europa vorbereitet wird. Daher hinterlässt sie einen nicht unerheblichen CO2-Fußabdruck bis sie bei uns ankommt. Die riesigen Monokultur-Jackfruit-Plantagen in Indien oder Bangladesch werden ebenso bemängelt, und für nachteilig für Mensch und Umwelt bewertet. Hält man die CO2 Belastung für die Haltung von Tieren und die Produktion und Verarbeitung, dem Transport von Fleisch und Schlachttieren in den Vergleich, so fällt die Bilanz für die Jackfrucht positiver aus. Die Sojaverarbeitung zu Tofu oder Schnetzeln ist um ein vielfaches intensiver, verglichen mit der Jackfruit, die nur geschnitten, erhitzt und verpackt werden muss. Ein weiteres Argument, das bemüht wird, ist:
Im Vergleich zu Fleisch ist die Produktion von Jackfrucht mit viel weniger CO2-Emissionen verbunden. Tiere brauchen viel Futter und produzieren Methan. Jackfruchtbäume produzieren Sauerstoff!
Es gibt bis dato keine nachvollziehbaren und solide Studien zum Thema. Daher wäre es wünschenswert und interessant, eine Studie zu erstellen. Das machte dann überflüssiges diskutieren, obsolet.
Ergo
: Verglichen mit Fleisch und sojabasierten Fleischalternativen, weist die Jackfruit eine weit bessere Wasser-, Energie- und CO2 Effizienz auf. Gegen einen gelegentlichen Fleisch Austausch mit der Jackfrucht ist nicht viel ein zu wenden.

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