Die Weintraube – Frucht der langlebigen Völker
Rote - Weintrauben

Die Weintraube – Frucht der langlebigen Völker

Jedes Jahr im Spätsommer beginnt die Traubenernte.
Die Weintrauben werden dann zu Wein, Traubensaft, oder Gelee weiterverarbeitet.
Die sonnenverwöhnten Früchte verwöhnen uns mit wertvollen Nährstoffen, die für uns Menschen und unsere Gesundheit von großem Nutzen sind.
Ihr Gehalt an Vitamin A,E und C wird von anderen Früchten übertroffen.
Weintrauben, vor allem die roten Trauben liefern uns besonders  viele sekundäre Pflanzenstoffe. Dazu zählen Flavonoide wie das Quercetin, das OPC ( Oligomere Proanthozyanidine) und Resveratrol. Die meisten dieser Stoffe sind insbesondere in den Kernen der Trauben sowie in ihrer Haut enthalten. Fruchtzucker und Mineralien runden die Inhaltstoffe ab und erstaunlicher Weise punkten die Trauben mit einem niedrigen Kaloriengehalt.
Weintrauben imponieren noch mit wesentlich mehr Inhalten als wertvolles Nahrungsmittel, wie Vitamin B1, B2, B3,B6, Eisen, Kalium, Kalzium und Magnesium. auch das Provitamin A die Vorstufe zu Beta Carotin, Eiweiß, Kohlehydraten und Ballaststoffen.
B-Vitamine und Vitamin E in den Trauben halten Haut, Haare und Nägel gesund und schön. Phosphor und Kalzium stärken Knochen und Zähne. Kalium ist gut für die Nerven, und das Eisen in Beeren steigert die Vitalität. Trauben haben den Ruf unter Kennern, dass sie das Leben verlängern würden.
Gerne werden Weintrauben als Superfood und als kostbare Frucht für unsere Gesundheit unterschätzt. Kaum jemand macht sich ernsthafte Gedanken darüber welch eine Powerpaket uns die Natur mit Weintrauben in unserer direkten und heimischen Umgebung da schenkt. Sie vereinen in ihren köstlichen Beeren derart zahlreiche und wunderbare Eigenschaften für die menschliche Gesundheit, dass man sie in der Traubensaison am besten täglich essen sollte. Heute wird unter einem großen Aufwand nachgeforscht, zu erfahren, welches Wissen bereits bei den Ägyptern, den Essener und anderen langlebigen Völkern, bekannt war, dass sie der Weintraube als Nahrungsmittel so große Bedeutung zu gemessen hatten. Offensichtlich war ihnen bekannt, wie nährend und heilsam zu gleich diese Früchte sind. Im Jahr 2010 fanden Wissenschaftler heraus, dass Weintrauben den pH-Wert von Blut und Urin beeinflussen, so dass diese wichtigsten Körperflüssigkeiten basischer werden. Säuren, die darin enthalten sind, und für Gicht und Rheuma ursächlich sind, werden in einem basischen Milieubesser aufgelöst und ausgeschieden. Der Pflanzenstoff OPC senkt nachweislich ganz entschieden den Harn Säurespiegel. Bekanntlich senken basische Lebensmittel und vor allem Weintrauben die Ansammlung von Harnsäurekristallen die letztlich für Gichtanfälle, Rheuma und auch Arthrose ursächlich sind.
Patienten, die an einer Studie teil genommen hatten, berichteten, dass sie bei akuten Gichtanfällen Trauben verzehrt hatten, und eine erhebliche Linderung der Schmerzen verzeichnen konnten. Außerdem berichteten sie von weniger Gichtanfällen, ergo auch weniger Medikamente benötigt wurden. Weiter wurde festgestellt, dass der regelmäßige Verzehr von Weintrauben auch vorbeugende Ergebnisse festgestellt werden konnten. Diese erstaunliche Anti-Gicht-Wirkung kommt jedoch nicht nur durch die basischen Eigenschaften der Weintraube zustande, sondern sind vermutlich eher in den anderen sekundären Pflanzenstoffe in der Frucht zu finden. Seit bereits mehr als 20 Jahren werden die pflanzlichen Wirkstoffe in der Weintraube wissenschaftlich untersucht und ihre Wirkung getestet. Zusammenfassend haben die Wissenschaftler die Wirkung der sekundären Pflanzenstoffe folgendermaßen dargestellt.
Quercetin und andere Flavonoide wirken entzündungshemmend. Außerdem wird das LDL Cholesterin vor oxidativen Prozessen geschützt und in der Folge davon werden Ablagerungen in den Arterien verhindert. Das Blut kann besser durch die Arterien fließen, wenn keine Ablagerungen vorhanden sind. Auch der positive Einfluss auf die Viskosität, also Fließeigenschaft des Blutes, wird durch diesen Pflanzenstoff beeinflusst. Dadurch werden auch Thrombosen präventiv beeinflusst. Die Blutdrucksenkung ist ein weiterer positiver Effekt, weil die Gefäßmuskulatur entspannt wird. Herzrhythmusstörungen treten auch wesentlich seltener auf.
Weiter hat man erforscht, in wie weit Quercetin und die anderen in der Weintraube enthaltenen Flavoinoide wirksam gegen Viren und Krebszellen sein könnten, oder gar Retroviren wie das HI-Virus, lassen im Ergebnis hoffen, dass mit diesen Wirkstoffen ein Enzym gehemmt werden kann, das für die Vermehrung der Retro-Viren wirksam sein könnte. Interessant festzustellen ist, dass Quercetin nicht nur in Trauben und fast allen Beeren vorkommen, sondern auch in erheblichen Mengen in Kapern, Liebstöckel, Sauerampfer, Dill, roten Zwiebeln, Buchweizen, der Süßkartoffel. Nicht zuletzt soll der Schutzstoff, den die Pflanze selbst bildet, das Resveratrol nicht unerwähnt bleiben.
Es handelt sich dabei um einen weiteren kraftvollen und heilkäftigen Pflanzenwirkstoff den uns die Traube bietet. Man findet Resveratrol überwiegend in der Haut der Beeren. Daher ist es unsinnig, die Haut zu entfernen, wenn man die Trauben in der Küche für die Speisen Zubreitung nutzt. Im Restaurant wird das gerne bei der Zubereitung von Obstsalaten so gemacht, dass man die armen Beeren erst mal enthäutet und entkernt , ehe sie servierfertig gemacht werden. Resveratrol ist ein Phytoalexin. Dabei handelt es sich um Substanzen, die die  Pflanze selbst zum eignen Schutz ausbildet. Sozusagen stellen diese Substanzen das eigene Immunsystem der Pflanze dar.
Resveratrol hat die Aufgabe, die Pflanze vor Pilzbefall, Bakterien,  Viren, Umwelteinflüssen wie UV-Strahlung, Ozonbelastung und Toxinen zu schützen.
Erst wenn eine Bedrohung vorliegt, wird Resveratrol gebildet. Hohe Konzentration davon findet man natürlich nur in Trauben di emit dem einen oder anderen Erreger Kontakt hatten. Dadurch wurde ihr Immunsystem ja herausgefordert und die Bildung des Stoffes angeregt.
In biologisch angebauten Trauben ist natürlich viel mehr an Resveratrol und den anderen sekundären Pflanzenstoffen enthalten  als in konventionell angebauten und mit Fungiziden gespritzten Früchten. Empfehlenswert daher, lieber auf biologisch angebaute Produkte zugreifen.
Weintrauben sind keine Dickmacher, trotz des relativ hohen Kohlenhydrat- beziehungsweise Zuckergehalts.
Die Hälfte des Zuckers liegt als Fruchtzucker vor und wird insulinunabhängig verstoffwechselt. Der Blutzuckerspiegelsteigt dadurch nur mäßig an.
Doch durch den Traubenzucker der in der Weintraube enthalten ist, sollten Diabetiker diese Früchte maßvoll genießen.
Möchte man von den wertvollen Inhaltstoffen der Weintraube für die GEsundheit und Ernährung profitieren, dann muss man wissen, dass viele dieser Antioxydantien in den Kernen der Beere vorliegen. Daher kann man sagen, dass kernlose Trauben weniger empfehlenswert sind.
Möchte man bewusst Wert auf die Gesundheitswirkung legen, dann spielt bei der Auswahl auch die Farbe der Weintrauben eine Rolle. Blaue und rote Traubensorten enthalten deutlich mehr Antioxidantien als helle Trauben. Der dunkelblaue Farbstoff Anthozyan gilt als besonders starker Radikalfänger. Verzehrt man Trauben in der Haupterntezeit wirken sie als ein sanftes Schmerzmittel und sind eine Hilfe bei Rheuma und Gicht. Grundsätzlich kann man der Weintraube bescheinigen, dass sie ihre Aufgabe als Vorbereiter einer gesunden Ernährung bestens erfüllt. Der Verzehr von Weintrauben hat viele Vorteile für unseren gesamten Organismus. Wirken sie doch nicht nur antitoxisch und harntreibend. Sie regen unter anderem auch eine müde Verdauung an und wirken unterstützend auf die Arbeit der Nieren. Auf die Leber funktioniert besser und die Bildung von Gallenflüssigkeit wird unterstützt. In der Krebsforschung stehen Weintrauben schon lange im Zentrum der Wissenschaft. Es werden Wirkung auf Krebszellen durch die vorhandenen sekundären Pflanzenstoffe, auf das Wachstumsverhalten von Krebszellen, erforscht. Vorsichtige positive Einschätzungen, dass eine bestimmte Wirkung stattfinden kann, gibt es immer wieder zu lesen.
Weintrauben die mit Pestiziden behandelt wurden sollten nicht den Weg in unsere Ernährung finden. Pestizide reagieren  wie Hormone und stehen im Verdacht, Unfruchtbarkeit und Krebs auszulösen. Bei kleinen Kindern haben pestizidhaltige Weintrauben zu Vergiftungserscheinungen geführt. Daher sollte beim Kauf dieser Früchte sehr auf Bio geachtet werden. Ein weiteres Auswahlkriterium für besonders Gesundheitsbewusste:
Rote Trauben sind etwas gesünder als helle Sorten. Der Farbstoff in der dunklen Schale ist ebenfalls ein sekundärer Pflanzenstoff der antioxidativ wirkt. ER bekämpft die gesundheitsschädlichen freien Radikale. Man sollte den Trauben mit Kernen den Vorzug geben, da sie mehr Ballaststoffe und Antioxidantien enthalten.
Weintrauben sind nicht nur in der Haupterntezeit erhältlich, sondern inzwischen das ganze Jahr über, dank des weltweiten Anbaus. Die heimische Ernte beginnt im Spätsommer. Von September bis Oktober sind Trauben aus Deutschland im Handel erhältlich. Hauptsaison für europäische Tafeltrauben ist von Juli bis November. Hauptsächlich kommen sie aus dem Mittelmeerraum. Ein weißlicher Belag bedeutet nicht, wie allgemein behauptet, dass es sich um Pestizid-Rückstände oder einen Schimmelbefall handelt. Das Gegenteil ist der Fall. Es ist ein Zeichen für besondere Erntefrische. Dieser sogenannte „Nebeltau“ bildet sich durch Luftfeuchtigkeit auf den Schalen und verschwindet bei längerer Lagerung. Trauben reifen allerdings nicht nach wie Bananen oder Pfirsiche. Reife Trauben erkennt man daran, dass sie sich leicht von ihren Stengeln pflücken lassen. Lange lagerfähig sind sie nicht. Ein paar Tage im Gemüsefach des Kühlschrankes. Am besten man verzehrt sie innerhalb 2 Tagen nach dem Kauf.
Übrigens verwenden clevere Köche/innen die Weinblätter als Verpackung für die köstlichsten Inhalte. Wegen seines neutralen Geschmacks eignet es sich hervorragend für Füllungen mit Reis, Huhn, Hackfleisch und Fisch. Auch Käse kann damit eingewickelt werden und der Vorteil ist dabei, dass die Zutaten voll zur Geltung kommen und nicht durch das Weinblatt im Geschmack beeienträchtigt werden. Es bleibt überdies beim Kochen kompakt, nicht wie andere Gemüse, die man zum einwickeln nutzt. Ausserdem wirken gefüllte Weinlaubblätter äusserst dekorativ und haben den Vorteil die darin eingewickelten Produkte auch feucht zu halten. Weinblätter können bei den Winzern direkt geordert werden. Man kann auch auf eingelegte Blätter aus dem Supermarkt zurückgreifen, wenn sie aus biologischer Produktion stammen.
Ob gekocht gedünstet, eingelegt oder auch gegrillt. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, den menschlichen Gaumen um den Finger zu wickeln. Fingerspitzengefühl erwarten diese Blätter schon vom Koch/in.

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