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Elektro-Chemo-Therapie - ECT

Die Elektro-Chemo-Therapie – ECT

Was ist das, wie funktioniert sie und für wen ist sie geeignet.
Wird man mit der Diagnose Krebs konfrontiert, so ist das zunächst ist für den Betroffenen, und oft auch für dessen Angehörige, immer ein großer Schock.
In der Krebsforschung, und der Therapieformen wurden große Fortschritte gemacht. Die Diagnose bedeutet nicht immer das Unvermeidliche, nämlich daran zu sterben. Allerdings ist Krebs auch bis heute weder vollständig heilbar, noch hat die Medizin diese Erkrankung im „Griff“.
Daher erklärt sich auch der Trend, dass viele Betroffenen sich zur schulmedizinischen Behandlung, sich auch für alternative Begleittherapien interessieren und versuchen die richtige zusätzliche Therapie aus zu suchen.
Neben den unterschiedlichsten Heilpflanzen wie z. B. die Mistel, gibt es inzwischen weitere Behandlungsmöglichkeiten. In Deutschland noch nahezu unbekannt, und das unverständlicher Weise, wird die Elektrochemische Tumor Therapie, ECT, in unseren Nachbarländern wie z. B. Österreich, bereits mit einigem Erfolg angewendet und den Betroffenen eine neue Möglichkeit eröffnet, mit dieser adjuvanten Therapieform, eine weitere Chance zu haben, den Kampf gegen den Krebs zu gewinnen. Bekannt ist ECT auch unter dem Begriff, „perkutane Elektro Carcinom Therapie“ oder auch als „Bio- Elektro Therapie“ BET, oder auch als „Elektro Chemische Tumor Therapie“ Erfahrungswerte und Studien des Institutes für Naturheilverfahren in Marburg sind für Krebspatienten sicher eine Information, die sehr wichtig für sie sein können. Dabei ist die Elektrochemotherapie nicht brandneu. Die verschiedensten Tumorarten, aber auch Rezidive nach Operationen, Chemo- und/oder Bestrahlung – Therapien, können behandelt werden. Der elektrische Widerstand von Tumorzellen (circa 250 Ohm) beträgt circa ein Zehntel des Widerstandes die der gesunden Zellen (< 2500 Ohm). Wird Tumorgewebe über Hautelektroden oder Nadelelektroden mit galvanischem Strom (Spannung 1–25 Volt) durchflutet, nimmt der Stromfluss den Weg des geringsten Widerstandes und sucht sich daher den Weg durch die Tumorzellen bzw. das Tumorgewebe. Wegen des geringen Widerstands fließt entsprechend dem Ohm´schen Gesetz, mehr Strom durch ein Tumorgewebe. Der elektrolytische Zerstörungsprozess wir damit angestoßen. Je nach Stromstärke wird der Tumor zu harmlosem Narbengewebe, oder löst sich auf und zerfällt, um dann vom Körper abgebaut zu werden. Oberflächliche Tumoren oder Metastasen erscheinen nach der Behandlung wie eine Verbrennung, die eine Kruste bildet. Die komplikationslos abheilt. Weltweit ist ECT bereits etabliert zur Behandlung der unterschiedlichsten Krebsarten. Viele Patienten haben davon schon profitieren können, als herkömmliche konventionelle Verfahren der Krebsbehandlung, versagten. Hinzu kommt, dass ECT schmerzfrei ist und minimal invasiv, und oft nur ein einziges Mal angewendet werden muss. Klinischen Studien zeigten, dass bei einer einmaligen Anwendung von ECT bei Hautmetastasen 74% der behandelten Tumor Schäden komplett, und 11% teilweise entfernt werden konnten. Außerdem waren keine nennenswerten Nebenwirkungen zu bemerken und Rezidive gab es sehr selten. Ein schwacher Gleichstrom wird in die Tumoren geleitet, dadurch verkleinern sie sich oder können sich in manchen Fällen auch komplett auflösen. Die Elektrochemotherapie stellt eine neuartige Möglichkeit zur effektiven und schonenden Behandlung von Krebs dar. Auf Grund der geringen Nebenwirkungen kann die ECT auch in Fällen eingesetzt werden, bei denen herkömmliche Verfahren, wie die Chirurgie, Strahlen- oder Chemotherapie, zu gefährlich oder zu wenig effektiv sind.
Patienten mit fortgeschrittenen Primärtumoren, oder komplexen Neubildungen von Tumoren, den Rezidiven, profitieren von dieser Form der Behandlung. Umliegende Strukturen wie Gefäße und Organe, Nerven und Faszien, werden geschont. Vorteilhaft dabei ist außerdem, dass eine Behandlung mit ECT eine deutlich kürzere Behandlungsdauer benötigt, und Schmerzen, die nach Operationen und Bestrahlungen auftreten, werden dadurch vermieden. In Marburg wird eine Technik angewendet, indem plattenförmige Elektroden auf die Haut aufgelegt werden.
Die Verwendung von Platten wird eher vom Patienten akzeptiert als die chinesische Variante, den Strom mittels Akupunktur Nadeln unter die Haut zu befördern. Die Wirksamkeit ist dieselbe. Europäische Studien belegen auch die chinesischen Studien, die bezüglich der Wirksamkeit beider Formen der Anwendung untersucht hatten. Eine weitere Form der Anwendung der Elektrochemotherapie wird ein Chemotherapeutikum intravenös in geringer Dosis verabreicht. Typische Chemotherapie Nebenwirkungen wie Übelkeit und Haarausfall werden dadurch vermieden. Die Anwendung erfolgt nur einmalig. Wiederholungen über längere Zeiträume, wie bei typischen Chemotherapien, sind nicht erforderlich.
Wie auch bei allen anderen medizinischen Verfahren kann bei diesem neuartigen Verfahren, eine Heilung nicht garantiert werden. Dennoch ist ECT als individueller Heilungsversuch eine äußerst vielversprechende Therapieform.
Dem betroffenen Patienten werden neue Behandlungsoptionen eröffnet. Auch dann noch, wenn besonders schwere und aussichtslose Fälle, die als nicht mehr therapierbar gegolten haben. Die ECT ist für alle Tumore, die mit Nadel- und Flächenelektroden zugänglich sind, geeignet. Die zu behandelnde Stelle wird vorher steril abgedeckt und betäubt. Der Erfolg der ambulanten Therapie ist zudem abhängig von der Analyse der Tumorbeschaffenheit und des genau darauf abgestimmten Behandlungsverlaufs, der computergesteuert, kontrolliert und dokumentiert erfolgt. Bereits während der Elektrodenplatzierung ist der Strom aktiv, um bereits losgelöste Tumorzellen im elektrischen Feld zu binden. In der Regel reichen bis zu drei Stunden Elektrotherapie aus, um das Gewebe schrittweise zum Absterben zu bringen. Die Behandlung ist außerdem schmerzfrei und kann ambulant durchgeführt werden. Sie führt zu keiner Beeinträchtigung der Lebensqualität ECT kann bei diesen Indikationen durchgeführt werden Haut und Schleimhaut Krebs wie Melanome, Basaliome und Spinaliome Hautmetastasen, Weichteiltumore, Organmetastasen, Lungen und Lebermetastasen, Prostatakrebs, Brustkrebs, auch Rezidive nach Strahlen- und/oder Chemotherapie, Weichteil Tumore. Eine Behandlung dauert in der Regel 3 Stunden. Je nach Größe und Art des Tumors ist die Behandlungshäufigkeit unterschiedlich. Reicht beispielsweise bei Hauttumoren oftmals eine Behandlung, so können bei großen Organtumoren bis zu zehn Behandlungen und mehr notwendig sein, welche in ein- bis zweiwöchigen Abständen durchgeführt werden. Die ECT ist keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Weitere Informationen sind beim jeweiligen behandelnden Arzt zu erfragen. Man sollte sich ausgiebig beraten lassen und die Behandlungskosten erfragen. Eventuell kann eine Behandlung über eine private Versicherung abgerechnet werden.

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